Diamond-Technik

Diamont-Technik - Praktische Einführung in mehrwertiges DenkenDiamont-Technik - Praktische Einführung in mehrwertiges Denken
Eine praktische Einführung in mehrwertiges Denken

Diamont-Technik – Praktische Einführung in mehrwertiges Denken

Die Diamond-Technik wurde entwickelt, um Probleme auflösen zu können, statt sie nur zu lösen.

Denn, so wird schön anschaulich in dem Diamond-Buch von Grochowiak gezeigt, auf das Lösen von Problemen fixiert zu sein, bedeutet meist, sich an ihnen fest zu klammern.


Das Problem ist zwar offensichtlich nicht mehr da. Oft aber lauert es weiter im Untergrund und könnte jederzeit wieder auftreten.

Es gibt noch einen andere unliebsame Nebenwirkung beim Lösen vieler alltäglicher Probleme: Die Lösung des Problems schafft einen Berg neuer Probleme.

Beispielsweise – etwa im Kosakenzipfel von Loriot – haben zwei Männer das gleiche Problem: Es könnte passieren, dass sie nur das kleinere Stück vom Kuchen ab bekommen.

Die Lösung des Problems besteht für beide folglich darin, das größere Stück des Kuchen zu ergattern. Eine Problem-Lösung, die wenig langfristig angelegt ist – und folglich sogleich neue Problem heraufbeschwört.


Erfahrungen dieser Art waren es, die den Gotthard Günther Schüler Rudolf Kaehr dazu bewogen haben, nach anderen Methoden mit Problemen umzugehen, zu suchen.

Zusammen mit einigen Kollegen entdeckte Rudolf Kaehr die Möglichkeit, die Beschreibung einer Problemsituation aus verschiedenen, ja sogar entgegengesetzten Perspektiven genauer zu befragen.

Das war Ende der 90 er Jahre.  Schon 2000 war die Methode der Diamond-Technik soweit ausgereift und praxiserprobt, dass dieses Buch  – Diamond-Technik in der Praxis – entstand.

Die Diamond-Technik ist eine sehr übersichtliche und leicht erlernbare Methode, Fragen an eine Situation zu stellen. Es wird gänzlich darauf verzichtet, in unergründliche seelische Tiefen zu fragen. Auch die Aufarbeitung der Vergangenheit  – Eltern, Ahnen etc, wie etwa bei den traditionellen Aufstellungen – wird bei der Diamond-Technik außen vor gelassen.

Statt dessen wird die Situation – nach einem klaren logischen Fragemuster – von allen Seiten aus befragt.


Das Problem heißt z.B.: Ich habe nicht genug Geld.

Nun wird in der Diamond-Technik nicht danach gefragt, wie deine Eltern mit Geld umgegangen sind oder welche Gefühle das fehlende Geld in dir auslöst und warum genau diese etc.

Statt dessen wird z.B. gefragt,

  • welche Lösung du bisher angestrebt hast, um den Mangel an Geld zu beheben.
  • für welches Problem, das du vielleicht vorher hattest, das nun mangelnde Geld eine brauchbare Lösung gewesen ist.
  • welche Möglichkeiten sich für dich durch den Mangel an Geld verschließen – aber auch
  • welche Möglichkeiten sich für dich durch den Mangel an Geld eröffnen.

Die Fragen des Diamond gehen das Problem nicht direkt an, sondern fragen sozusagen nach logischen „Nachbarn“ und „Gegenübern“. Oft sind das Fragen, die sich der „Problem-Besitzer“ noch nie gestellt hat. Aber wenn er in sich hineinhorcht, findet er recht schnell eine für ihn – überraschende – Antwort. Nicht die objektiv-richtige, die sondern seine Antwort.

Und siehe da – in der Praxis zeigte sich, dass jedes Problem nicht nur Schatten-, sondern auch Sonnenseiten hat. Und oft genug überhaupt nur als Problem beschrieben wird, weil man sich darauf eingeschossen hat, es unbedingt aus der Welt schaffen zu müssen.

Der Effekt dieser Methode ist zum einen, dass sich Probleme auf diese Weisen recht schnell  auflösen lassen.

Für den wichtigsten Effekt – und deshalb empfehle ich das Buch jedem, der aus dem Gefängnis des Denkens in immer nur zwei Werten hinauswachsen will, geht weit darüber hinaus:

Die Autoren führen mit ihrer – so leicht verständlichen – Diamond-Technik so ganz nebenbei das revolutionäre Denken von Gotthard Günther ein. Gotthard Günther, ein Logiker und Philosoph um die Mitte des 20. Jahrhunderts, hat sein ganzes Leben dafür gebraucht und auch eingesetzt, die Grundlagen einer modernen – mehr als nur zwei Werte berücksichtigenden – Logik zu entwickeln. Kein leichter Stoff, solange man in der zweiwertigen Logik noch gefangen ist. Aber dann …
Spielerisch leicht – eben spielerisch 🙂

Am Ende des Buches Diamond-Technik stellen die Autoren schließlich auch die Basis ihrer Methode – die mehrwertige Logik von Gotthard Günther vor. Eine kurze, knappe Einführung in mehrwertige Logik, die für einen Einstieg in Günthers Denken geeignet ist. Ich kenne keine andere, vergleichbar verständliche. Bei Amazon findet z.B. findet man zu Gotthard Günther so gut wie nichts.

Mit ein wenig Übung im mehrwertigen Denken wird dein Denken sehr schnell und erleichternd flexibel. Es macht wieder Spaß und wird zu einem verlässlichen Partner, wenn es um dein Leben geht. Weiten eröffnen sich – in denen du nicht nur staunen, sondern – siehe da – auch handeln kannst. In der du überhaupt erst – selbstbestimmt – handeln kannst.


Über den Autor

Tom Bombadil
Was wird aus Mittelerde im Zeitalter der Menschen?

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